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Gewölbekeller der HISTORICA Stiftungs gGmbH


Historisch interessierte Bürger haben sich zusammengefunden um wertvolles historisches Kulturgut zu sanieren und einer modernen Nutzung zuzuführen.

So war es hier vor allem Adolf Becker-Flügel, der sich mit großer Initiative vieler ehrenamtlicher Handarbeit und erheblichen Sponsorenmittel der Freilegung dieses Brauereigewölbes widmete. Zuletzt genutzt wurde dieses Gewölbe im Krieg als Luftschutzkeller für die Kirchenbesucher. Gebaut wurde er wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bis etwa 1790 galt das städtische Braumonopol sodass erst anschließend größere Brauereibetriebe im Westerwald entstanden. Hier nutzte man den stillgelegten Wallgraben vor der Stadtmauer aus, um darin gegen diese zwei Gewölbeetagen übereinander zu erstellen und auf dieses Fundament mit den dicken Bruchsteinmauern, wie Sie hier erkennen können das eigentliche Brauereigebäude aufzubauen. Der zugemauerte Torbogen hier vorne diente dazu mit Pferdewagen innerhalb des Wallgrabens das Baumaterial herein zu schaffen. Noch sichtbare alte Torangeln zeugen von verschließbaren Scheunentoren. Der über 8 Meter hohe Schacht hier hinten wurde vermutlich zum Transport von Bierfässern benutzt.

Ein möglicher Durchbruch durch die Stadtmauer mit vermutendem altem Fluchtweg ist noch nicht gefunden worden. Schon die ersten Brauereibesitzer erwarben Wiesen in der Nachbarschaft für die Nutzung als Gartenwirtschaft. Nach dem ersten Weltkrieg lohnten sich nur noch größere Brauereien, so wie Fohr in der Nachbargemeinde Ransbach.  Im Gebäude betrieb dann die Familie Lennaif über zwei Generationen einen Steinmetzbetrieb. Nach dem letzten Krieg kam es zu dessen Abriss und dem Neubau des Hauses mit 6 Eigentumswohnungen. Das obere Gewölbe barg legendäre Bierkneipen, wie den Schlosskeller, heute das Mauerwerk. Soweit zu dieser Kurzzusammenfassung dieser Geschichte des Gewölbes.

Dann ergab sich die Idee in einer dieser 4 Gewölbe ein weiteres Kulturgut von Montabaur auszustellen. Denn um die gleiche Zeit etwa 1800 bildeten die Schuhmacher die größte Zunft in Montabaur, daher auch der Spitzname „Montabaurer Schusterer“!

Eine Sammlung alter Maschinen und Werkzeuge können Sie in der Pause gerne besichtigen und sich an Großväter-Zeiten erinnern.

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Veranstalter : HISTORICA gGmbH

Gelbachstr. 2  •  56410 Montabaur